Reisen nach Hawai´i: Haleakala Kraterdurchquerung
 
 

Doorout Brands


 

Der Sonnenaufgang ist vorüber, die klammen Finger sind durch den Aufenthalt in der Ranger-Station wieder beweglich, die Informationen über den Trip sind bei der Rangerin (eine Neuseeländerin, die als Volunteer arbeitet) eingeholt - da steht dem Start eigentlich nichts mehr im Weg. Noch schnell ein paar Bilder vom Rand des Kraters geschossen, dann geht es los.

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Noch ist es kalt, die Schatten sind recht lang - doch das wird sich bald ändern. Der Rucksack ist wie immer einer der größten auf den Trails, immerhin sind 7 Stunden für die Tour durch den Krater veranschlagt - für gute Läufer. Die Amis jedoch laufen wieder einmal mit ihren Wasserfläschchen spazieren. Die Anzahl der Hiker nimmt mit jedem Meter ab, die meisten sind nach 1/2 Stunde bereits auf dem Rückweg.

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Gemächlich schlängelt sich der Weg in die Tiefe, den Wolken entgegen, die schon wieder nicht wissen, ob sie denn rein oder rausziehen sollen. Wir kommen ihnen näher und näher und plötzlich tauchen wir ein in die gespenstische Nebelwelt des Haleakala. Mit ein wenig Phantasie (und der Wärme duch den Fußmarsch) fühlt man sich wie bei der jüngsten Eruption des Kraters.
An der Kreuzung sind es noch 6 Meilen zum Meer - es lockt, doch das Auto steht an ganz anderer Stelle und ein Zelt haben wir nicht dabei.

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Der Weg führt uns linker Hand weiter, vorbei an den verschiedensten Arten von Lava. Endlich sehen wir die ersten Silverswords, eine endemische Distelart, die nur noch auf dem Krater des Haleakala zu finden ist.
Auch andere Pflanzen spriessen langsam wieder aus der Lava, jedoch an vielen Stellen nur vereinzelte Abkömmlinge.

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Der Blick zurück läßt erkennen, welche Strecke wir bereits absolviert haben. Immer wieder kommen wir an einer neuen Art von Lava vorbei - mal grobkörnig, mal fein, die Farben wechseln dabei in unbeschreiblicher Vielzahl. Allmählich taucht der Rand des Kraters wieder auf, der an dieser Stelle jedoch nicht so allmählich nach oben führt. Wir suchen den Rand mit unseren Augen ab, in der Hoffnung, irgendwo einen Weg zu erkenne. Da, auf einmal erkennen wir etwas, das wie ein Pfad aussieht, beim genaueren hinschauen stellt sich heraus, dass das der ehemalige Aufstieg sein muss, der zwischenzeitlich durch mehrere Geröll-Lawinen unterbrochen ist. Wir gehen weiter, bis wir die Serpentinen in einem wolkenumhangenen Gipfel sehen - das ist er, der mühsame Aufstieg zurück zum Auto. Kurz bevor wir oben sind, müssen wir noch über einen schmalen Grad - doch dann ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Parkplatz, der zwischenzeitlich ganz gut bevölkert ist. Wir haben die Tour, auch wenn wir recht gemütlich unterwegs waren, in 4 Stunden geschafft - seltsam, da ansonsten die Angaben meist sehr genau waren.



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