Sportwissen aktuell: Lexikon Fitness & Gesundheit

 

 

 

 

Lexikon Fitness & Gesundheit

Agonist : Muskel, der eine bestimmte dem Antagonist entgegengesetzte Bewegung ausführt.

Antagonist : Gegenspieler; Muskel, der eine bestimmte dem Agonisten ( -> ) entgegengesetzte Bewegung ausführt.

Belastung : Gesamtheit der erfassbaren Einflüsse, die von außen auf einen Menschen zukommen und auf ihn einwirken.

Bindegewebe : aus dem mittlerem Keimblatt hervorgegangenes Gewebe; dient der Umhüllung und Unterteilung der Organe, ihrer Einbettung in die Umgebung und der Zuleitung von Nerven und Blutgefäßen.

Bindegewebe : Grundtyp der Körpergewebe; als Füllgewebe organischer Freiräume, als Hüllgewebe, Gleitgewebe, Leitgewebe organeigener Gefäße und Nerven, Gerüstgewebe der Organe, Speichergewebe (Fettgewebe), sowie als Muttergewebe der Stützgewebe.

Bodybuilding : Beim Anfänger steht nicht die Maximalspannung bei geringer Wiederholungszahl im Vordergrund, sondern eine max. Wiederholungszahl bei einer für den Kraftzuwachs ausreichend hohen Muskelspannung. Es kommt zu einer zunehmenden Rekrutierung von motorischen Einheiten ( -> ) und damit zu einer Zuschaltung von "pausierenden" Muskelfasern. B. führt zu einer außergewöhnlichen Muskelmassen- und damit Maximalkraftzunahme.

Cholesterin : wichtigstes, in allen tierischen Geweben vorkommende Sterin ( -> ).

CHRS-Methode : Dehnmethode, bestehend aus vier Phasen: 1. Anspannen der Muskelgruppen ( C onract), 2. Halten der Spannung ( H old), 3. Entspannen ( R elax), 4. Dehnen ( S tretch)

Circuit-Training = Zirkeltraining: Vielseitig und variabel einsetzbare Organisationsform des Trainings für fast alle Sportarten und Leistungsniveau zur allgemeinen oder speziellen Konditionierung. Je nach Zielsetzung, Alter und Leistungsniveau werden 6 bis 12 Stationen im Zirkel durchlaufen, in denen die jeweils wichtigsten Muskelgruppen in wechselnder Folgetrainiert werden.

Creatin: siehe hier [mehr]

Dehnungsübungen, funktionelle : funktionelle Dehnungsübungen haben zum Ziel die Optimierung der Gelenkbeweglichkeit, indem sie die Elastizität der auf das Gelenk wirkenden Muskeln und der bindegewebigen Gelenkbausteine erhöhen.

Distal : entfernt, vom Körper weg

Dorsal : rückenwärts

Dysbalance, muskuläre : das neuromuskuläre Zusammenspiel ist gestört; und / oder es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen der an einem Gelenk angreifenden Muskulatur im Hinblick auf das Kraftniveau zwischen Beuger und Strecker sowie der zur Verkürzung neigenden (tonischen) und der zur Abschwächung neigenden (phasischen) Muskulatur.

Ergotherapie : Beschäftigungstherapie

Feldenkrais : vom jüdischen Physiker und Verhaltensphysiologen Moshe Feldenkrais (1904-1984) ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts entwickelt; die Methode lenkt die Aufmerksamkeit auf die Art und Weise, wie man sich bewegt; Ziele: gesteigertes körperliches Wohlbefinden, größere innere Ruhe und Ausgeglichenheit, Verbesserung wichtiger biologischer Funktionen und Verbesserung von körperlichen Beschwerden.

Fixation : Stabilität eines Körperteiles oder -abschnittes, die benötigt wird, um genaues Testen eines Muskels bzw. einer Muskelgruppe zu ermöglichen.

Flachrücken : die normalerweise sagittal geschwungene Wirbelsäule ist abgeflacht und das Becken ist aufgerichtet.

Gesundheit : Nach der Ottawa-Charta (WHO 1986) versteht man unter G. ein prozessuales Geschehen, das körperliche, psychische und soziale Aspekte umfasst.

Glykolyse : Abbau der Glucose bis zum Laktat. Dabei wird chem. Energie in Form von ATP gewonnen. G. kommt in allen Zellen vor; hauptsächliche Energieversorgung in Zellen und Geweben, die zeitweise unter anaeroben Bedingungen viel Energie benötigen (z.B. Skelettmuskulatur) oder die schlecht mit Sauerstoff versorgt sind.

Gymnastik, funktionell : Übungsweise (geprägt von der Schwedischen Gymnastik), die von den anatomischen und physiologischen Bedingungen des Organismus abgeleitet wird. Ziel: Verbesserung der Belastungsfähigkeit des Bewegungsapparates zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit ( -> ) oder Leistungsfähigkeit.

Haltungsschaden : nicht kompensierbare, d.h. nicht muskulär ausgleichbare Haltungsschwäche ( -> ); neben muskulären können auch knöcherne, neurogene und ligamentäre ( -> ) Ursachen auftreten.

Haltungsschwäche : beinhaltet im wesentlichen einen muskulären Faktor. Es besteht ein Missverhältnis zwischen dem Skelettwachstum und dem Wachstum der Muskulatur.

HDL : H igh D ensity L ipoproteins (=Lipoproteine ( -> ) hoher Dichte); = "gutes" Cholesterin; Aufgabe: HDL transportiert das Cholesterin von den Zellen zur Leber, wo es abgebaut werden kann.

Hohlrundrücken : Es liegt eine vermehrte Brustkyphose mit verstärkter Lendenlordose und einem nach ventral ( -> ) gekippten Becken vor.

Insuffizienz : Funktionsschwäche; ungenügende Arbeitsleistung eines Organs

Intervallmethode : Trainingsmethode zur Verbesserung der Ausdauer; gekennzeichnet durch den systematischen Wechsel von Belastungen und unvollständigen Erholungen.

Intervention : Vermittlung

Isokinetisches Training : die Bewegungsgeschwindigkeit bleibt über die gesamte Dauer der Bewegung gleich. Das ist jedoch nur möglich, wenn die Last während der Bewegungsausführung variiert wird. In der Regel sind die Lasten konstant (z.B. Feder, Gummiband,...); wird vorwiegend in der Rehabilitation eingesetzt.

Kollaterale : seitlich, auf derselben Seite des Körpers befindlich, benachbart; Gegenteil: kontralateral

Koordination, intermuskulär : Zusammenwirken von verschiedenen Muskeln

Koordination, intramuskulär : Zusammenwirken von Nerv und Muskel in einem Muskel

Koordination : Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes; man unterscheidet intramuskuläre K. ( -> ) und intermuskuläre K. ( -> )

Kraftausdauer : Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei langandauernden Kraftleistungen.

Krafttraining: zentraler Sammelbegriff, der die Trainingsart mit dem generellen Ziel der Verbesserung der Kraftfähigkeit ( -> ) beschreibt; Formen: Maximalkrafttraining ( -> ), Schnellkrafttraining ( -> ), Kraftausdauertraining ( -> ) und Reaktivkrafttraining ( -> ); Verfahrensweisen bzw. Organisationsformen: Circuit - Training ( -> ), isokinetisches Training ( -> ), Pyramidentraining ( -> ), Bodybuilding ( -> ).

Kybernetik : Forschungsrichtung, die Gesetzmäßigkeiten von Steuerungs- und Regelungsprozessen in Technik, Biologie und Soziologie untersucht.

Kyphose : Krümmung der Wirbelsäule nach dorsal ( -> ), z.B. Brustkyphose

LDL : L ow D ensity L ipoproteins (= Lipoproteine ( -> ) niedriger Dichte); = "schlechtes" Cholesterin; Aufgabe: LDL transportiert das Cholesterin von der Leber zu den Zellen

Ligamentär : den Bandapparat betreffend

Lipide : Sammelbegriff für Fette und fettähnliche Stoffe mit unterschiedlicher chemischer Struktur.

Lipoproteine : aus Eiweiß und Lipiden ( -> ) bestehende Moleküle, die den Transport der wasserunlöslichen Lipide (v.a. Cholesterin) im Blut ermöglichen.

Lipoproteine : von Eiweiß umhüllte Fette; es gibt vier verschiedene Lipoproteine: 1. Triglyceride ( -> ), 2. Cholesterin ( -> ), 3. Phosphatide ( -> ), 4. Proteine ( -> )

Lordose : Krümmung der Wirbelsäule nach ventral ( -> ), z.B. Lendenlordose

Maximalkraft : höchste Kraft, die das Nerv-Muskel-System gegen einen Widerstand auszuüben vermag

Metabolisch : veränderlich, den Stoffwechsel betreffend, stoffwechselbedingt

Mobilisation : Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit durch aktive und passive Übungs- und Behandlungstechniken der Medizin und der Krankengymnastik für Muskeln und Gelenke.

Motorische Einheit : Aus motorischer Vorderhornzelle (Motoneuron) des Rückenmarks, nervöser Verbindung und davon erregten Muskelfasern bestehende funktionelle Einheit.

Motorisches System : Gesamtheit aller Steuerungs- und Funktionsprozesse, die einer zielgerichteten und willkürlichen Bewegungshandlung zugrunde liegen

Musculi ischiocrurales : Muskulatur der Oberschenkelrückseite; = Sitzbeinunterschenkel-muskeln

Musculus adductor longus : langer Schenkelanzieher

Musculus biceps brachii : zweiköpfiger Armbeuger

Musculus brachialis : Armbeuger

Musculus brachioradialis : Oberarmspeichenmuskel

Musculus erector spinae : Rückenstrecker

Musculus gastrocnemius : Zwillingswadenmuskel

Musculus glutaeus maximus : großer Gesäßmuskel

Musculus iliopsoas : Hüftlendenmuskel

Musculus latissimus dorsi : breiter Rückenmuskel

Musculus pectoralis major : großer Brustmuskel

Musculus rectus femoris : gerader Schenkelmuskel

Musculus rhomboideus major : großer Rautenmuskel

Musculus soleus : Schollenmuskel

Musculus trapezius : Kapuzenmuskel

Musculus triceps brachii : dreiköpfiger Armmuskel

Muskelspindel : Dehnungsrezeptoren der Muskelfaser

Muskelspindelreflex = Schutzmechanismus der Muskelspindel; Ablauf: 1. Muskeldehnung, 2. Dehnung der parallel geschalteten Muskelspindeln, 3. Auslösung von Nervenimpulsen, 4. über sensible afferente Bahnen Weiterleitung zum Hinterhorn des Rückenmarks, 5. Zuleitung zu den motorischen Vorderhornzellen über Reflexkollaterale und synaptische Umschaltstelle, 6. Vorderhornzelle innerviert über efferente motorische Bahnen die Muskelfasern

Myofibrille : Untereinheit der quergestreiften Muskelfaser

Myofibrillen : differenzierte, kontraktile Fäserchen der Muskelzelle, die sich aus Myofilamenten zusammensetzen.

Myofilamente : kleinste kontraktile Einheit der Muskelzelle

Osteoporose : Schwund des festen Knochengewebes bei Zunahme der Markräume

Pathogenese-Konzept : geht von der Frage aus "Was lässt den Menschen krank werden und wie kann die Krankheit verhindert werden?" (z. B. Risikofaktoren -> ); Ziel: Krankheit vermeiden statt Gesundheit bewahren; Gegensteil: Salutogenese-Konzept ( -> )

Phosphatide : Aufgabe: wichtiger Energieträger, großer Energiespeicher, baufett und Wärmeschutz

Pressatmung = Atemanhalten; bewirkt eine Erhöhung des inneren Lungendrucks bei Anspannung und eine Erhöhung des Muskeltonus

Progressive Muskelentspannung : Alle Hauptmuskelgruppen des Körpers werden nacheinander bewusst langsam, aber intensiv angespannt und dann wieder entspannt.

Proteine : allgemeine Bezeichnung für Eiweißkörper

Proximal : zur (Körper)Mitte hin gelegen

Pyramidentraining : Trainingsform, die ihren Namen der pyramidenähnlichen Zu- bzw. Abnahme der Belastungsintensität und der Wiederholungszahl verdankt.

Reaktivkraft : Fähigkeit der Muskulatur, aus einer (mehr oder weniger) nachgebend-abbremsenden Bewegung in möglichst kurzer Zeit eine große Kraft entwickeln zu können.

Risikofaktor : Ein oder mehrere die Wirkung verstärkende Faktoren, die in einem gesicherten direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Auftreten bestimmter Erkrankungen oder Gesundheitsstörungen stehen.

Rundrücken : Vermehrung der Brustkyphose ohne gleichzeitige Beckenkippung nach vorne.

Salutogenese-Konzept : versucht die Gesundheit ( -> ) positiv zu definieren; Ausgangspunkt ist dabei die Frage "Was lässt den Menschen gesund bleiben?"; Ziel: Gesundheit bewahren statt Krankheit vermeiden; Gegenteil: Pathogenese-Konzept ( -> )

Sarkomer : Myofibrillenabschnitt

Schnellkraft : Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, Widerstände mit einer (unter den jeweiligen Bedingungen) größtmöglichen Kontraktionsgeschwindigkeit überwinden zu können.

Senorisches System : Aufnahme von Sinnesempfindungen

Sensibilisierung : Bahnung neuromuskulärer Prozesse durch Vorstellung und / oder vorbereitende Übungen, um differenzierter wahrnehmen und dadurch den Bewegungsablauf besser regulieren zu können

Sensomotorik : Gegenstandsbereich der kybernetisch ( -> ) orientierten Theorie über den Zusammenhang der sensorischen ( -> ) und motorischen ( -> ) Systeme; versucht Lernen über Sequenzaufschaltung zu erklären

Skoliose : seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit Drehung der einzelnen Wirbelkörper und Versteifung in diesem Abschnitt

Sterin : im Pflanzen- und Tierreich vorkommende Alkohole, die sich vom Steran (Cholestan) ableiten. Man unterscheidet zwischen tierischen und pflanzlichen Sterinen (z.B. Cholesterin -> )

Stützgewebe = Bindegewebe ( -> )

Triglyceride : 3-wertiges Glycerin; Neutralfett; Synthese erfolgt in Leber, Fettgewebe und Darm aus aktivierten Fettsäuren und ist ein Produkt der Glykolyse ( -> )

Ventral : bauchwärts

 

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