Sportwissen aktuell: Balance-Training, Sensomotorik und Propriozeption

 

 

 

Sensomotorik - Propriozeption

Propriozeptives Training Beim propriozeptiven Training geht es darum, wie sensorische Reize gesetzt werden können, um vielseitige Wahrnehmungserfahrungen zumachen und die Funktionsfähigkeit des ZNS weiter zu entwickeln und zu verbessern. Fördern und fordern wir nicht ständig unsere sensorische Reizaufnahme bzw. Reizverarbeitung, so verkümmert diese mit der Zeit. Mit Übungen zur Körperwahrnehmung können wir dem Alterungsprozess im Sinne des motorischen sensorischen Rückbildungsprozesses erstaunlich gut entgegen wirken, im Kindesalter können damit viele wirksame Reize gesetzt werden.

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2.2. Wahrnehmungsschulung

Wesentliches Ziel des koordinativen Trainings ist das Herbsetzen des für eine muskuläre Aktion notwendige Energie - und dies bei gleichbleibender oder sogar höherer Effizienz. Ursache ist die Ökonomisierung sowohl der Haltung als auch Bewegung. Durch das ständige Wiederholen eines bestimmten Haltungs- oder Bewegungsmusters erfolgt eine Anpassung des neuromuskulären Apparats (Nerv-Muskel-System). Diese Anpassung wird als Bahnung bezeichnet. Die Bahnung führt bei längerer Dauer zu einer Automatisierung der Bewegung. Koordinatives Training wird mit einer hohen Zahl an Bewegungswiederholungen bei gleichzeitig geringem Krafteinsatz durchgeführt. Das Training findet am Anfang einer Trainingseinheit im ermüdungsfreiem Zustand statt.

Es gibt verschiedene propriozeptive Rezeptoren, die die Reize im Inneren des Körpers erfassen. Die als Propriozeptoren bezeichneten Rezeptoren liegen in den Sehnen, Bändern, Gelenkkapseln und in der Muskulatur. Sie geben Informationen über die Gelenkwinkelstellung, den Gelenkdruck, die Amplitude und die Geschwindigkeit von Gelenkbewegungen, aber auch über beschleunigende und abbremsende Kräfte. Änderungen der Länge und der Spannung in der Muskulatur bzw. den Sehnen werden ebenfalls von den Propriozeptoren erfasst.

Die Propriozeptoren spielen bei der Steuerung und Koordination von Bewegungen spielen eine wichtige Rolle. "Propriozeption" bezeichnet dabei die innere Wahrnehmung, d.h. die Wahrnehmung der Bewegung, Kraft, Stellung und Lage des Körpers. An Stelle von Propriozeption werden auch die Bezeichnungen Tiefensensibilität, Kinästhetik, kinästhetische Innenansicht oder Eigenwahrnehmung verwendet.

Propriozeptives Training, u.a. mit dem Flexi-Bar, ist ein Teilaspekt der Koordination (koordinative Fähigkeiten: Reaktionsfähigkeit, Rythmusfähigkeit, räumliche Orientierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, kinästhetische Differenzierungsfähigkeit und je nach Autor auch Kopplungsfähigkeit und Umstellungsfähigkeit) und bezieht sich auf die Verbesserung der Tiefensensibilität und der reflektorischen Muskelaktivität durch passives und aktives Bewegen, Wahrnehmung, Reproduzierung und Stabilisierung von Gelenkstellungen und Balanceübungen auf stabilen und labilen Unterstützungsflächen.

Propriozeptives Training wird auch therapeutisch, etwa bei Defiziten in der Tiefensensibilität eingesetzt, wenn etwa Propriozeptoren durch Verletzungen zerstört oder ihre Funktion durch Immobilisation (Nichtgebrauch) oder Unterforderung vermindert war. Eine gestörte kinästhetische Differenzierung bzw. Wahrnehmung führt zu unökonomischen Muskeleinsätzen und kann weiter zu funktioneller Gelenkinstabilität führen. Die Folge kann eine weiterer Traumatisierung und eine Degeneration des Gelenkes sein, was automatisch mit Schmerzen einhergeht.

Besondere Beduetung für die Haltung und die Bewegung wird der propriozeptiven Aktivität des Fußes und der Halswirbelsäule zugesprochen. Durch porpriozeptives Training erfolgt eine Verbesserung der Tiefensensibilität und der reflektorischen Stabilisationsfähigkeit, wodurch die funktionelle Gelenkstabilität verbessert wird. Dies ist die Grundlage für weiterführende Maßnahmen wie Krafttraining und das Üben funktioneller Bewegungsmuster.

 

Literatur

Aktion Gesunder Rücken [AGR] (1996). Ausbildung zum Rückenschullehrer. Kursleiter Mappe.
Heringer (1996). Körperwahrnehmung in der Rückenschule (Kapitel 8). In: Forum Gesunder Rücken: Kursleitermappe Ausbildung zum Rückenschullehrer . S. 1-2.
Mommert-Jauch, P. (2000). Körperwahrnehmung und Schmerzbewältigung im Alltag. Heidelberg: Springer.
Mommert-Jauch (2001). Propriozeption - ein Programm zur Bewegungssteuerung. Magazin für Übungsleiterinnen und Übungsleiter (3) .
Wiemann, Klaus & Klee, Andreas (2000). Die Bedeutung von Dehnen und Stretching in der Aufwärmphase vor Höchstleistungen. Leistingssport, (4) S. 5-9)

weitere Themen zur Sensomotorik:

 

thalia.de











   
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