Sportwissen aktuell: Ausdauer und Ausdauertraining

 

 

 

Ausdauertraining- Testverfahren

 

Cooper-Test

Der Cooper-Test ist der häufigste Test zur Ermittlung der anaeroben Ausdauerleistungsfähigkeit

Prinzip:

  • 12-Minuten-Lauf
  • Durchführung meist auf 400m Bahn
  • anhand der Laufstrecke werden Schlüsse auf die Ausdauerleistungsfähigkeit gezogen
  • Wertung der Leistung anhand von Tabellen

Problem:

  • es muss über 12 Minuten ein relativ hohes Tempo gehalten werden
  • die Belastung überschreitet die aerob-anaerobe Schwelle
  • die Probanden müssen ihre Leistungsfähigkeit gut einschätzen können um 12 Minuten durchhalten zu können (schwierig für "Laien")
  • die Probanden müssen bereit sein sich zu quälen
30-Minuten-Test

Der 30 MInuten-Test ist neues Testverfahren für die Schule als Alternative zum Cooper-Test

Prinzip:

  • die Belastungsdauer beträgt 30 Minuten
  • die Belastung liegt unterhalb der anaeroben Schwelle (Positiv für "Laien")
  • die Probanden sollen ein gleichmäßiges, individuell angemessenes Tempo laufen ( Bonuspunkte)
  • die Wertung erfolgt anhand von Leistungstabellen
Conconi-Test

Der Conconi-Test ist ein Kontroll- bzw. Testverfahren für die Ausdauerleistungsfähigkeit mit Hilfe der Herzfrequenz. Anhand der Herzfrequenzleistungskurve können verschiedene Aussagen gemacht werden:

  • bei welcher Leistung die aerob-anaerobe Schwelle erreicht wird
  • wie die aerobe Leistungsfähigkeit ist
  • welche Veränderungen der Leistungsfähigkeit innerhalb eines Trainingszyklus stattgefunden haben
  • man kann anhand der der Schwellenwertleistung die Belastungsintensität im Ausdauertraining festlegen

Prinzip des Tests:

  • zwischen Belastungsintensität und Herzfrequenz besteht bei kontinuierlich gesteigerter Belastung ein linearer Bezug
  • ab einer bestimmten Laufintensität kommt es zum Knick in der Herzfrequenzkurve
  • der "Knick" markiert die anaerobe Schwelle, wobei die Energiegewinnung gerade noch aerob erfolgt

Durchführung:

  • jeder Teilnehmer bekommt Herzfrequenzmessgerät
  • es wird auf einer 400m-Bahn gelaufen
  • mit geringen Tempo starten (z.B. 9 km/h)
  • alle 200m das Tempo um 0,5 km/h steigern. Tempokontrolle bzw. -steuerung entweder über Zeitvorgaben für 200m oder besser durch Fahrrad mit Tachometer.
  • sobald ein Teilnehmer das Tempo nicht mehr halten kann, steigt er aus

Auswertung:

  • in ein Koordinatensystem werden die Wertepaare Laufgeschwindigkeit und Herzfrequenz eingetragen. Es ergibt sich eine Kurve, die zuerst linear steigt und dann einen Knick hat. Je besser die Person trainiert ist, desto höher liegt dieser Knick. Führt man diesen Test nach einer Trainingsphase (ca. 6 Wochen)erneut aus, sollte der Leistungszuwachs aus der Kurve ersichtlich werden (Ver-schiebung des Knicks nach rechts und nach oben).

Vorteile:

  • es kommt zu keiner völligen Ausbelastung
  • die Testperson bricht ab, sobald sie nicht mehr kann. Sie muss über längere Zeiträume unter anaerob-laktazider Energiegewinnung laufen.
Literatur

Weineck, J. (2004). Sportbiologie (4. Auflage). Balingen: Spitta.

Martin, D., Carl, K.& Lehnertz, K. (2001). Handbuch Trainingslehre (3. Auflage). Schorndorf: Hofmann

 

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